Berichte

Interkulturelles Streetsoccerturnier Skatepark Herzogenaurach

Ort: Skatepark Nutzungstraße
Datum: Samstag, 21.4.2018
Zeitrahmen: 13.00  – ca. 17.00 Uhr
Teilnahmegebühr: 0,00 EUR
Kontakt: Jugendhaus der Stadt Herzogenaurach, Erlanger Straße 56, 91074 Herzogenaurach,

Telefon +49(0)9132 / 62482, Telefax +49(0)9132 / 63379, Mobil +49(0)151 / 11300151,
E-Mail jugendhaus.rabatz@herzogenaurach.de, Ansprechpartner: Thomas Schönfelder
Veranstalter: Jugendhaus  rabatz
Kooperationspartner: Sonja Panzer, Projekt Demokratie & Vielfalt

Bericht:
Im Rahmen der Saisoneröffnung wurde bei der Skateboardbahn in der Nutzungstraße in Herzogenaurach ein multikulturelles Streetsoccerturnier veranstaltet.

Ziel dieses Streetsoccercups war es die jungen im Landkreis ERH lebenden Jugendlichen Geflüchteten  und die deutschen jungen Menschen durch Sport, hier Fußball zusammen zu bringen. Insgesamt namen über 30 Jugendliche in 8 Mannschaften an dem Turnier Teil. Die Nationalitäten waren hierbei bunt gemischt.
Sport ist ein Mittel zur Verständigung und ist durch das allgemeine Interesse Ideal, um den gegenseitigen Respekt zueinander zu intensivieren und auch Barrieren (Vorurteile, Ängste vor Geflüchteten oder der Geflüchteten vor den deutschen Jugendlichen) abzubauen. Der gemeinsame Spaß stand hier im Vordergrund stehen. Während des Turniers baute sich dennoch eine gewisse Spannung auf, die aber bei allen Auseinandersetzungen während des Spiels fair gelöst wurden, Besonders engagiert waren hierbei die beiden Schiris, die alles gut unter Kontrolle hatten und den Spielverlauf sehr genau beobachteten. Die Randaktivitäten (Eröffnung Skateboardbahn, Workshop etc.) sowie die Chill-Area mit gemeinsamen BBQ gaben vielseitige Möglichkeiten zu informellen und lockeren Austausch. Es gab Getränke und auch was Vegetarische Speisen.

Die Veranstaltung wurde musikalisch mit lokalen, regionalen Djs untermalt. Es waren auch äthiopische DJS am Start sein. Gewinner des Turnieres war die Gruppe „Master“ aus Röttenbach

Bei der Siegerehrung waren alle Teilnehmer des Streetsoccer Cups wieder glücklich vereint:

  • Preis: Herzo Gutschein + Großer Pokal + Gold Medaillen + Urkunde + Trikot
  • Preis: Eiscafé Carlo Gutschein + Mittlerer Pokal + Silber Medaillen + Urkunde + Trikot
  • Preis: rabatz Gutschein + kleiner Pokal + Bronze Medaillen + Urkunde + Trikot
  • Trostpreise für alle Teilnehmer: Urkunde + Trikot
Teilnehmer:
8 Mannschaften  (Geflüchtete Jugendliche & Deutsche gemischt) zu je ca 4-5 Personen

Thomas Schönfelder

Päd. Fachkraft Jugendhaus rabatz

Projektwoche „Neugestaltung Eingangsbereich“

im Jugendtreff JutUbe Uttenreuth, Breslauer Straße 39a, 91080 Uttenreuth

09.-14.April 2018

 

Während unserer Trefföffnungszeiten am Montag und Mittwoch haben wir gemeinsam beschlossen, welche Wände unseres Eingangsbereichs wir überstreichen und neugestalten möchten. Dann ging es am Montag und Mittwoch auch bereits ans Abkleben und weiß Grundieren. Nebenbei sammelten wir auf einem Blatt Papier anhand eines Brainstormings und Abfragen eines jeden Besuchers, Herzlich Willkommen auf unterschiedlichen Sprachen.

Einige Sprachen wie Englisch, Französisch, Lateinisch oder Spanisch waren dabei sehr vielen Besuchern vor allem aus der Schule bekannt. Aber auch Slowakisch, Tschechisch, Niederländisch, Polnisch und Bayerisch haben es dank unseren Besuchern auf unsere Liste geschafft.

Bei der genauen Schreibweise der griechischen Buchstaben musste uns allerdings Google aushelfen.

Nachdem wir also am Montag und Mittwoch bereits weiß grundiert haben, ging es dann am Samstag daran, unsere Wände wieder mit Farbe zu füllen.

Hierbei war unsere erste Aufgabe am Samstag eine passende Schriftart für die Schriftzüge zu finden. Gemeinsam durchforsteten wir also am Laptop „Word“ nach einer uns zusagenden Schriftart. Nachdem es sieben Schriftarten in unsere engere Auswahl geschafft hatten, stimmten wir demokratisch per Handmeldung über die letztendliche Schriftart ab. Die meisten Stimmen erhielt die Schriftart „STENCIL“.

Nachdem das geklärt war bauten wir unseren Beamer ab und positionierten ihn so, dass wir mit dessen Hilfe die unterschiedlichen Schriftzüge an die Wand projizieren konnten.

Die Schriften haben wir vorerst mit Bleistift an der Wand vorgezeichnet und im Anschluss dann farbig ausgemalt.

Begonnen haben wir mit der deutschen Schreibweise „Herzlich Willkommen“ in schwarz in der Mitte unserer ausgewählten Wand. Im Anschluss haben wir unsere gesammelten „Herzlich Willkommen“ in verschiedenen Sprachen, farblich passend zu unserem JutUbe Logo (also in grün, blau, rot und gelb) um das schwarze „Herzlich Willkommen“ herum an die Wand gebracht.

Außerdem hat ein weiteres Motiv, nämlich ein kleiner Panda mit großer Message, Einzug in unseren Eingangsbereich erhalten. Dieser Panda trägt die Unterschrift „destroy racism, be like a panda, he’s black, he’s white, he’s asian“, welche unsere Mission, deutlich zu machen, dass bei uns JEDER willkommen ist, noch zusätzlich bekräftigt.

Als Ausklang des Tages gab es als Stärkung für alle fleißigen Maler leckere Wraps und zum Nachtisch Vanilleeis mit heißen Himbeeren. Eine gelungene Projektwoche!

 

Lena Georgi

Jugendpflege Uttenreuth

 

Projekttag „Schule ohne Rassismus“ 2018 Gymnasium Herzogenaurach am 20.04.2018

Wie jedes Jahr gab es am Projekttag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für die neunten Klassen des Gymnasiums Herzogenaurach viele Informationen rund ums Thema Rechtsextremismus, Flucht, Integration und Rassismus.

Aufklärung innerhalb dieses Rahmens betrieb zuerst das ueTheater Regensburg mit ihrem Stück „Elly und Ingo“ mit darauffolgender Diskussion über Rassismus gestern und heute.

Anschließend teilten sich Herr Estrada von der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus, sowie Herr Engel, Lehrer am Gymnasium Herzogenaurach und Frau Panzer, Lehrerin der BIK (Beruf-Integrations-Klasse) die folgenden Stunden.

Bei Herrn Engel und Frau Panzer standen Geflüchtete im Mittelpunkt, die sehr packend und emotional über ihre Flucht, aber auch mit viel Humor und Charme über Integration und ihr Leben in Deutschland referierten.

Organisiert und durchgeführt wurde das Projekt vom Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ des Gymnasiums mit Unterstützung von David Pohl (Lehrer Gymnasium Herzo) und Helge Höppner vom Landratsamt Erlangen-Höchstadt.

 

Jonas Werling

AK-Leitung „Schule ohne Rassismus“ am Gymnasium Herzogenaurach

 

 

Bei dem Projekttag waren folgende Referenten tätig:

Herr Matthias Engel (Lehrer Gymnasium Herzo) und Sonja Panzer (Lehrerin Berufsintegrationsklasse) für den Bereich Asyl. Thomas Estrada von der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE) mit dem Thema „Jugendliche im Fokus von Rechtsextremisten“.

 

 

Zeitungsbericht NORDBAYERISCHE Nachrichten „Theater für mehr Toleranz im Alltag“ vom 27.04.2018

 

Jugendbüro Eckental „Gemeinsam Feiern“

im Gleis 3 / März 2018

 

Das Jugendbüro Eckental veranstaltete am 17. März 2018 Uhr das Fest „Gemeinsam Feiern“

im Gleis 3. Anlass war der Internationale Tag gegen Rassismus, Ziel war es, ein Zeichen gegen rassistisches Gedankengut zu setzen. Angesprochen waren alle Menschen, die Interesse an diesem Thema haben. Unterstützt wurde das Angebot von Fleck – MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen Helfern vom Jugendbüro Eckental.

 

Begrüßt haben wir unsere Gäste in vielen verschiedenen Sprachen von Fränkisch, Bayerisch, Afghanisch, Arabisch bis Syrisch. Gefeiert haben wir mit einem internationalen Buffet, dass von unseren vielen Gäste sehr reichhaltig und vielseitig gestaltet wurde – eine Mischung multinationaler Spezialitäten.

 

Das Fest wurde musikalisch von einer jungen Band (noch) ohne Namen umrahmt. Am DJ-Pult legte Michael Musik aus verschiedenen Ländern auf und mit der Technik unterstützte uns Felix.

 

Es war ein sehr schönes Fest. Das soziale Miteinander wurde gestärkt, Vertrauen und Toleranz gegenüber anderen Kulturen aufgebaut und vertieft, vieles über fremde Kulturen mit wechselseitiger Wirkung erfasst.

 

Danke an alle, die ein solches Fest erst möglich gemacht haben, die Ideengeber_innen, die Helfer_innen und alle, die gekommen sind!

 

Für die finanzielle Unterstützung sagen wir vielen Dank an Demokratie und Vielfalt!

 

 

Jugendbüro Eckental, März 2018

Sabine Will-Wehner

Interkultureller Graffiti-Workshop

„Graffiti without borders“

 

 

 

Thomas Schönfelder

Jugendhaus rabatz

 

Bericht Jugendforum DEMOKRATIE UND VIELFALT 2017

 

Liste aller Aktionen im Jahr 2017

 

Weihnachtsfeier im Turmsaal in Baiersdorf

Am 22.12.2017 hat der Verein Hand in Hand Baiersdorf e.V. eine Weihnachtsfeier für Geflüchtete und alle Helfer organisiert. In Baiersdorf wohnen junge Männer aus Äthiopien und dem Irak in einer Gemeinschaftsunterkunft, anerkannte Syrer und Iraker leben ebenfalls in der Stadt. Für die Weihnachtsfeier wurde der Turmsaal der katholischen Kirchengemeinde angemietet.

Eine kleine Gruppe von Ehrenamtlichen hat diese Feier geplant und gemeinsam mit einigen Geflüchteten vorbereitet.

Dazu gehörte der Getränkeeinkauf, Essensvorbereitungen, Musik und Tischschmuck, das Verschicken von Einladungen sowie das Besorgen kleiner Geschenke für die Geflüchteten und die vielen Ehrenamtlichen, die das ganze Jahr über in allen Bereichen unterstützend tätig waren.

Fünf Äthiopier haben leckere äthiopische Speisen zubereitet, viele der Geflüchteten kamen eine Stunde früher zum Aufbau. Die Helfer brachten Salate, Nachtisch und Weihnachtsplätzchen mit.

Herr Galster, der Bürgermeister von Baiersdorf, wurde begrüßt und man saß gemütlich zusammen.

Frau Dr. Carmen Wurm aus dem Vorstand von Hand in Hand bedankte sich vor der Buffeteröffnung bei allen Ehrenamtlichen für ihr großes Engagement bei der Nachhilfe, Arztbegleitung, Freizeitgestaltung, Wohnbetreuung, Wohnungssuche, Lehrstellensuche etc. Besonderer Dank galt dem Bürgermeister, mit dessen tatkräftiger Unterstützung die Genehmigung der vorliegenden Ausbildungsverträge durch das Ausländeramt möglich wurde.

 

Danach hielt ein Äthiopier, Azubi für KFZ-Mechatronik im 1. Lehrjahr, eine kleine Rede, um sich einerseits bei allen Helfern zu bedanken, aber auch um auf die schwierige Lage in Äthiopien hinzuweisen.

Drei weitere Äthiopier ergänzten den Vorredner mit Informationen über die Verfolgung in ihrem Heimatland. Einer bedankte sich dabei auch bei allen HelferInnen und hielt eine Ansprache u. a. mit einem Gedicht (siehe unten).

Nach den Reden wurde gemütlich gegessen und getrunken. Später tanzten viele gemeinsam zu äthiopischer Musik und es wurden Geschenke verteilt. Die Äthiopier und Iraker erhielten nützliche Schreibutensilien, die Ehrenamtlichen bekamen von den Geflüchteten schöne Kerzen und Schokolade überreicht.

Das Fest mit ca. 80 Gästen endete geruhsam mit gemeinsamem Aufräumen, alle halfen zusammen und waren glücklich über das gelungene Fest.

 

Dorothee Platz, Kassenwart, Hand in Hand Baiersodrf e.V.

 

Theaterprojekt zum Tag der Menschenrechte

Bericht:

Am 8.12.2017 fand am Emil-von-Behring Gymnasium Spardorf zum zweiten Mal ein Theaterprojekt zum Tag der Menschenrechte statt. Alle achten Klassen sahen die szenische Lesung „Enisas Tagebuch“ des ue-Theaters (Regensburg). Die Aufführung handelt von einem zehnjährigen Mädchen, das mit seiner Familie aus dem Kosovo flieht und mit Hilfe von Tagebuchsequenzen darüber berichtet. Das Stück beruht auf einer wahren Geschichte, was den Schülern das Schicksal der Geflohenen noch deutlicher vor Augen führte. Im Rahmen von kurzen Informationstexten und -filmen wurden die Zuschauer über wesentliche Fakten zum Thema Flucht und Migration informiert, so dass ihnen auch der Kontext des Stückes verständlich gemacht wurde.

Im Anschluss an die Lesung erfolgte eine Diskussion mit den Darstellern. Hierbei konnten die Schüler das Gesehene nochmals reflektieren, sich darüber austauschen und Fragen stellen. Soweit dies möglich war, hatten die Schüler sich schon vorher im Unterricht mit dem Thema befasst und einzelne Aspekte der Thematik (wie z.B. mögliche Fluchtursachen) beleuchtet.

 

Nina Clausen

Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf

Heroldsberg futterte sich durch die Welt

Kulinarische Nacht bot internationale Spezialitäten

 

Stolzgeschwellte zweimal 1,24 Meter stehen da. Die Arme lässig um den Kumpel gelegt. Mohammad und Mohammad. Die beiden teilen sich nicht nur einen Namen, sondern sind auch beste Freunde. Außerdem sind sie Teil der „Jugendgang“ im Heroldsberger Bürgersaal. Für heute Nacht unangefochtene Anführer der Kinder aller Herren Länder, die zwischen den Tischen herumrennen. Hinter ihnen schlendern mittlerweile einige Erwachsene zum Buffet. Klar, dass die coolen Jungs und ihre Freunde es schon längt sondiert und geplündert haben. Aber es ist genug für alle da. Stifado und gefüllte Weinblätter, herzförmige Waffeln, Humus, Lammkoteletts, Kürbisrisotto und noch viel mehr internationale Küche findet sich auf dem großen Tisch. Bald kommen auch die Kuchen und das Baklava, die Schnitten, Törtchen und Desserts. Die Flüchtlingshilfe Heroldsberg und viele ihrer Schützlinge und ehemaligen futtern sich in der kulinarischen Nacht durch die Kontinente. Und hören Geschichten. Zum Beispiel von Oliver von Flotow. Er ist in Schulen gegangen und hat mit Flüchtlingskindern, aber auch mit deutschen gesprochen. Über ihre Erfahrungen. Darüber hat er ein Buch geschrieben, dessen Erlös der Erlanger Flüchtlingshilfe zu Gute kommt. Zum Beispiel über die beiden Mädchen, deren Oma jetzt auf ihr Haus in Syrien aufpasst. Oder über den Jungen, der Angst vorm Schwimmunterricht hat. Und obwohl die Lesung auf Deutsch ist, zeigen auch viele der neu zugewanderten Heroldsberger Interesse an dem Buch. Erkennen teilweise ihre Erlebnisse wieder.

 

Allzu geruhsam darf der Abend zwischen den Geschichten und dem angeregten Geplauder aber nicht. werden. Also wird zum Länderquiz aufgerufen. Khaled Walid, der als Deutsch-Arabisch-Dolmetscher ein gefragter Mann ist, hat es vorbereitet. Die Eckdaten aller Länder, die in der kulinarischen Nacht an den Tischen vertreten sind. Wie heißen die Hauptstädte von Aserbaidschan oder Georgien? Wie viele Einwohner hat Syrien? „Vor oder nach dem Krieg“, kommt gleich die Nachfrage. 18,5 oder 23 Millionen? Auch Äthiopien und die Ukraine, der Iran und der Irak werden abgefragt: Währung, Hauptstadt, Grenzländer? So mancher holt schnell sein Handy aus der Tasche. Da meldet sich Hamudi, der neben seiner Mama steht. Sein Kopf reicht gerade bis an die Tischplatte; Der Arm fast über das Kopftuch vor ihm: „Und was ist mit Deutschland?“ fragt er. Schnell zaubert Khaled auch hier noch ein paar Fragen aus dem Hut: „Wann war die Wiedervereinigung? Wie heißt die Hauptstadt?“ Schon wieder schnellt der Arm nach oben: „Berlin“, ruft der Kleine schnell ins Mikro. Und murmelt zum Beifall der Großen: „Das weiß doch jeder.“

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jürgen Wachter

Geschäftsleitung