Die Novemberpogrome 1938 waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November etwa 800 Juden ermordet. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo mindestens weitere 400 ermordet wurden oder an Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete.

Nie wieder sollten in Deutschland Menschen wegen ihres Glaubens und ihrer Herkunft verfolgt und bedroht werden. Dieses „nie wieder“ hat leider Risse bekommen. Zu lange haben wir Hetzer und Spalter in unserer Gesellschaft gewähren lassen. Es ist Zeit deutliche Zeichen zu setzen – für Toleranz, Respekt und ein gewaltfreies Miteinander.