Berichte

Theaterprojekt zum Tag der Menschenrechte

Bericht:

Am 8.12.2017 fand am Emil-von-Behring Gymnasium Spardorf zum zweiten Mal ein Theaterprojekt zum Tag der Menschenrechte statt. Alle achten Klassen sahen die szenische Lesung „Enisas Tagebuch“ des ue-Theaters (Regensburg). Die Aufführung handelt von einem zehnjährigen Mädchen, das mit seiner Familie aus dem Kosovo flieht und mit Hilfe von Tagebuchsequenzen darüber berichtet. Das Stück beruht auf einer wahren Geschichte, was den Schülern das Schicksal der Geflohenen noch deutlicher vor Augen führte. Im Rahmen von kurzen Informationstexten und -filmen wurden die Zuschauer über wesentliche Fakten zum Thema Flucht und Migration informiert, so dass ihnen auch der Kontext des Stückes verständlich gemacht wurde.

Im Anschluss an die Lesung erfolgte eine Diskussion mit den Darstellern. Hierbei konnten die Schüler das Gesehene nochmals reflektieren, sich darüber austauschen und Fragen stellen. Soweit dies möglich war, hatten die Schüler sich schon vorher im Unterricht mit dem Thema befasst und einzelne Aspekte der Thematik (wie z.B. mögliche Fluchtursachen) beleuchtet.

 

Nina Clausen

Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf

Heroldsberg futterte sich durch die Welt

Kulinarische Nacht bot internationale Spezialitäten

 

Stolzgeschwellte zweimal 1,24 Meter stehen da. Die Arme lässig um den Kumpel gelegt. Mohammad und Mohammad. Die beiden teilen sich nicht nur einen Namen, sondern sind auch beste Freunde. Außerdem sind sie Teil der „Jugendgang“ im Heroldsberger Bürgersaal. Für heute Nacht unangefochtene Anführer der Kinder aller Herren Länder, die zwischen den Tischen herumrennen. Hinter ihnen schlendern mittlerweile einige Erwachsene zum Buffet. Klar, dass die coolen Jungs und ihre Freunde es schon längt sondiert und geplündert haben. Aber es ist genug für alle da. Stifado und gefüllte Weinblätter, herzförmige Waffeln, Humus, Lammkoteletts, Kürbisrisotto und noch viel mehr internationale Küche findet sich auf dem großen Tisch. Bald kommen auch die Kuchen und das Baklava, die Schnitten, Törtchen und Desserts. Die Flüchtlingshilfe Heroldsberg und viele ihrer Schützlinge und ehemaligen futtern sich in der kulinarischen Nacht durch die Kontinente. Und hören Geschichten. Zum Beispiel von Oliver von Flotow. Er ist in Schulen gegangen und hat mit Flüchtlingskindern, aber auch mit deutschen gesprochen. Über ihre Erfahrungen. Darüber hat er ein Buch geschrieben, dessen Erlös der Erlanger Flüchtlingshilfe zu Gute kommt. Zum Beispiel über die beiden Mädchen, deren Oma jetzt auf ihr Haus in Syrien aufpasst. Oder über den Jungen, der Angst vorm Schwimmunterricht hat. Und obwohl die Lesung auf Deutsch ist, zeigen auch viele der neu zugewanderten Heroldsberger Interesse an dem Buch. Erkennen teilweise ihre Erlebnisse wieder.

 

Allzu geruhsam darf der Abend zwischen den Geschichten und dem angeregten Geplauder aber nicht. werden. Also wird zum Länderquiz aufgerufen. Khaled Walid, der als Deutsch-Arabisch-Dolmetscher ein gefragter Mann ist, hat es vorbereitet. Die Eckdaten aller Länder, die in der kulinarischen Nacht an den Tischen vertreten sind. Wie heißen die Hauptstädte von Aserbaidschan oder Georgien? Wie viele Einwohner hat Syrien? „Vor oder nach dem Krieg“, kommt gleich die Nachfrage. 18,5 oder 23 Millionen? Auch Äthiopien und die Ukraine, der Iran und der Irak werden abgefragt: Währung, Hauptstadt, Grenzländer? So mancher holt schnell sein Handy aus der Tasche. Da meldet sich Hamudi, der neben seiner Mama steht. Sein Kopf reicht gerade bis an die Tischplatte; Der Arm fast über das Kopftuch vor ihm: „Und was ist mit Deutschland?“ fragt er. Schnell zaubert Khaled auch hier noch ein paar Fragen aus dem Hut: „Wann war die Wiedervereinigung? Wie heißt die Hauptstadt?“ Schon wieder schnellt der Arm nach oben: „Berlin“, ruft der Kleine schnell ins Mikro. Und murmelt zum Beifall der Großen: „Das weiß doch jeder.“

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Jürgen Wachter

Geschäftsleitung

Jugendbüro Eckental – Bericht Spielenachmittag im Gleis 3 /2017

 

Das Angebot

Das Jugendbüro Eckental veranstaltet immer Donnerstag von 16.00 bis 18.00 Uhr einen Spielenachmittag im Gleis 3. Angesprochen werden Kinder ab 6 Jahren. Unterstützt wird das Angebot von 5 ehrenamtlichen Fleck -MitarbeiterInnen, einem syrischen Ehrenamtlichen und Mitarbeiterinnen vom Jugendbüro Eckental.

 

Ablauf

Zwischen 15.45 und 16.15 Uhr kommen die Kinder. Zwischen 20 und 30 nehmen regelmäßig teil. Es beginnt mit einem kurzen Snack (Obst, Gemüse, Kräuterquark), was auf der Theke bereit steht und die Wartezeit verkürzt, bis alle Kinder da sind. Dann starten wir mit der  Eröffnungsrunde. Alle Kinder sitzen im Kreis und wir spielen „Der Fuchs geht um“. Wir singen den Namen der Kinder, so erlernen alle im Spiel die Namen. Man muss zuhören und sich konzentrieren und darauf achten, wer noch nicht aufgefordert wurde.

Das anschließende Angebot besteht aus Sport, Spiel, Basteln und Kochen. Es gibt immer ein wechselndes Bastelangebot, dieses richtet sich nach der Jahreszeit. Die Kinder lernen schneiden, kleben, malen und konzentriert zu Arbeiten.

In den Sommermonaten wird je nach Wetter Fußball im „Sportkäfig“ gespielt oder Hallenhockey. Hier gilt es Regeln zu lernen und Rücksicht zu nehmen, sich durchzusetzen oder sich auch mal unterzuordnen.

Klettern ist sehr beliebt, hier ist sich in Geduld üben ganz wichtig. Man muss sich anstellen und warten, bis man an der Reihe ist. Mutige Kinder klettern bis ganz nach oben und betätigen die Glocke. Andere Kinder werden motiviert und unterstützt, sich mehr zuzutrauen. Die Kinder lernen, körperlich an ihre Grenzen zu kommen, aber auch zu warten und auf andere Rücksicht zu nehmen.

Unser Tanzangebot unterstützt den Bewegungsdrang der Kinder. Durch die verschiedenen Musikrichtungen können sich alle tänzerisch frei nach Lust und Interessen bewegen. Die Tanzschritte zu koordinieren klappt nicht immer, aber es macht viel Spaß.

Für die Kleinen gibt es noch eine Legoeisenbahn, die mit Unterstützung der Großen ganz toll aufgebaut wird.

 

Den Schluss bildet ein gemeinsames Essen. Auch hier helfen die Kinder mit Schneiden, Kochen und Backen, den Tisch decken und auch wieder abzuräumen.

 

Seit einiger Zeit kochen auch die Mütter und Väter immer wieder gerne bei uns mit.

Der Spieletreff ist mittlerweile ein Familientreff geworden. Hier treffen sich Kinder von 1 -10 Jahren sowie deren Väter und Mütter und spielen gemeinsam. Ein Großteil der Kinder und ihre Eltern sind geflüchtete  Menschen, die in Eckental wohnen. Zunehmend besuchen aber auch  „einheimische“ Eckentaler Kinder den Nachmittag.

 

Es ist ein schönes Treffen mit sichtbarem Erfolg. Die nichtdeutschen Kinder sprechen im sozialen Miteinander immer besser Deutsch und fassen Vertrauen. Alle Kinder lernen Toleranz gegenüber anderen Kulturen und erfahren Vieles über ihnen fremde Kulturen mit wechselseitiger Wirkung. Spürbar ist auch der Lernerfolg hinsichtlich des Sozialverhaltens der Kinder, es werden Regeln eingehalten, es wird Rücksicht auf Schwächere genommen, es ist ein Miteinander.

 

Danke

Vielen Dank an Demokratie und Vielfalt für die finanzielle Unterstützung.

 

Eckental, November 2017

Sabine Will-Wehner, Jugendbüro Eckental

FluchtHELFER-Ausstellung vom 9.11. bis 16.11.2017

 

Vom 9.11. bis zum 16.11.2017 wurde  am Emil-von-Behring-Gymnasium in Spardorf die Ausstellung „FluchtHELFER“ gezeigt, welche das ehrenamtliche Engagement von Menschen aus der Metropolregion Nürnberg bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen würdigt.

In altersgerechten Führungen informierte die Museumspädagogin Dr. Ingrid Moor die Schüler aller sechsten und zehnten Klassen und den Profilkurs/die AG „Politik und Zeitgeschichte“ über das Thema „Flucht und Migration“. In einem allgemeinen Vortrag wurden Fluchtursachen und Folgen von Migration erläutert. Am historischen Beispiel Erlangen konnte gezeigt werden, dass bereits in der frühen Neuzeit mit der Aufnahme der Hugenotten wichtige positive Weichen für die Zukunft der Stadt gestellt worden sind.

In der Ausstellung selbst wurde das Thema Flucht dann aus der Perspektive der Aufnahme in Deutschland und der Integration beleuchtet.

Die Schüler erarbeiteten eigenständig einige Themenkomplexe. Frau Dr. Moor verdeutlichte dabei den Schülern die Situation der Flüchtlinge und ging genauer sowohl auf theoretische als auch rechtliche Aspekte des Themas ein. So gelang es zum einen diese aktuelle Problematik für die Unterstufenschüler altersgerecht aufzubereiten und zum anderen bei den älteren Schüler eventuell vorhandene Vorbehalte zu thematisieren und gegebenenfalls zu berichtigen.

Vor allem mit den angehenden Oberstufenschülern entwickelten sich gute Gespräche und Diskussionen. Die Schüler steuerten bereitwillig eigene Erfahrungen bei und ließen sich auf die Probleme bei der Betreuung der Flüchtlinge ein.

Für die Unterstufenschüler war die Ausstellung eine gute Gelegenheit, mit der Situation von Flüchtlingen in Berührung zu kommen und auch die Möglichkeiten eines Ehrenamtes wurden ihnen bewusst.

 

Nina Clausen

Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf

Bericht

„Kochen über den Tellerrand – Syrien“

 

Am Donnerstag, den 03. August 2017 fand bereits das zweite Jahr der beliebte Kochkurs mit den Helfern von FLEck e.V. statt.

Zwei Flüchtlinge, die zurzeit in Eckental leben, vier Betreuer und 10 Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren erlebten zusammen einen kulinarischen Vormittag. Begonnen hat dieser mit der Vorstellung des Syrers und des Kurden Mustafa und Nazir- gespannt lauschten die Kinder den Erzählungen. Im Anschluss haben sich alle in der Küche sortiert, Messer, Brettchen, Kochgeschirr vorbereitet und Lebensmittel gewaschen. Mustafa und Nazir zeigten, wie das Gemüse für die Syrischen Speisen geschnitten werden muss. Ein Mädchen aus der Gruppe wollte wissen, welches Fleisch zubereitet wird. Sie wusste, dass in manchen Ländern aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch gegessen wird. Als die gefüllten Zwiebeln, Auberginen und Paprika auf dem Reisbett im Ofen gegart haben, wurde die Tafel festlich gedeckt. Die Deko hierfür haben ein paar Kinder im Garten gesammelt. Ein Mädel hat in der Zwischenzeit die beiden Flüchtlinge für sich vereinnahmt und sich das Rezept für „DOLMA“ diktieren lassen, das für alle natürlich gleich kopiert wurde.

Alle Kinder haben mit regen Interesse gekocht, erzählt, nachgefragt, zugehört, natürlich gegessen und sich gefreut, dass sie das übrig gebliebene Essen mit nach Hause nehmen durften, damit auch die Eltern von den neuen Geschmackserlebnissen probieren konnten. Frau Beil, die Kursleitung, lobte die tolle Stimmung „alles ging Hand in Hand, es war ein lockerer Umgang und alle konnten sich gut miteinander verständigen – zur Not auch mit Hand und Fuß“.

 

SOR- Projekt: „Einmal um die Welt“

Ein interkulturelles Projekt in Zusammenarbeit mit der Grundschule Baiersdorf

Am 06.07.2017 konnten wir eine der vierten Klassen der Grundschule Baiersdorf in unseren Schulräumen begrüßen. Gespannt und neugierig erwarteten unsere Studierenden die Kinder und deren Lehrkraft Fr. Michel.

Alle Beteiligte begaben sich auf den Flug einmal um die Welt. Hierfür gestalteten unsere Studierenden unseren Treppenaufgang mit Flugzeugen und Wolken etc. Die Reise begann.

Im 1. Stock angekommen, fanden wir uns zusammen und unsere Studierenden stellten sich vor. Mit Hilfe eines großen Bildes mit verschiedenen Kinder unterschiedlicher Nationalitäten führten wir die Kinder in unseren Vormittag ein. Anschließend bekamen alle Viertklässler ein Namensschild und wurden zugleich in verschiedene Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe besuchte verschiedene Kontinente und die dort lebenden Menschen.

Jedes Workshop- Team bereitete sowohl kontinental- bzw. landestypische Aktionen als auch Informationen zu den einzelnen Erdteilen und den dort wohnenden Menschen vor. Dort lernten die Kinder auch verschiedene internationale Speisen kennen.

Während des Projektes bereisten die Schüler_innen die Kontinente: Europa, Afrika, Asien und Südamerika:

Auf dem Kontinent Afrika erfuhren die Kinder nicht nur Neues über den afrikanischen Erdteil, sondern bastelten auch gemeinsam eine afrikanische Trommel. Jedes Kind konnte hierbei seine eigene Trommel herstellen, dekorieren und natürlich auch gleich ausprobieren.

Der Kontinent Südamerika wartete mit einem Dschungel auf, gestaltet aus grünem Krepppapier und verschieden gestalteten Tieren etc.. Nachdem alle Kinder in den Dschungel eingetaucht waren, wurde gemeinsam an verschiedenen Tieren des südamerikanischen Kontinents gearbeitet. Diese wurden aus verschiedenen Materialien hergestellt. Anschließend informierten sich auch hier die Schüler_innen über die Menschen, ihre Traditionen und Lebensweisen.

Der europäische Kontinent, zumeist den Kindern aus Urlauben etc. bekannter, wurde auf spielerische Art und Weise erkundet. Gemeinsam probierte man verschiedene Spiele und Tänze aus ganz Europa aus. Anschließend tauscht man sich auch hier über landestypische Gegebenheiten und über vielleicht vorhandene eigene Erfahrungen aus.

Der asiatische Kontinent wurde kulinarisch entdeckt. Gemeinsam bereiteten die Kinder mit unseren Studierenden Reisgerichte und zum Abschluss eigene Glückskekse zu. Diese durften die Kinder auch mit nach Hause nehmen. Und auch hier erhielten die Kinder weitere Informationen zu Menschen und Ländern des asiatischen Erdteils.

Jeder Workshop bot den Grundschüler_innen auch kontinental- und landestypische kulinarische Köstlichkeiten, so dass die Kinder gestärkt zum nächsten Erdteil weiterfliegen konnten.

Zum Abschluss dies Projektvormittages versammelten sich alle Kinder und Studierenden, um diesen Tag nochmals Revue passieren zu lassen. D.h., um den Studierenden Rückmeldung geben zu können und um nochmals gemeinsam die eigenen interkulturellen Kompetenzen zu reflektieren und deren Erweiterung zu festigen.

 

Melanie Hömerlein

-SOR-Lehrkraft-

Josef-Mayr-Nusser-Fachakademie für Sozialpädagogik

Theaterprojekt zum Thema Flucht/Migration: „FluchtEnde?“ (Theater thevo)

 

Ziel des Projekts war es, im Rahmen der politischen Bildung auch mittleren Jahrgangsstufen gesellschaftspolitische Themen näher zu bringen. Deshalb besuchten alle 8. Klassen des Emil-von-Behring-Gymnasiums am 13.12.2016 das Stück „FluchtEnde?“. Aufgrund der Größe des Jahrgangs fanden zwei Vorführungen statt. Während der erste Teil der Aufführung aus einem klassischen Theaterstück besteht, wurden die Schüler im zweiten Teil selbst aktiv und konnten das Stück eigenständig mitgestalten. Hier kam es zu durchaus recht unterschiedlichen Ergebnissen, abhängig von der jeweiligen Gruppe. Die aktive Beschäftigung mit dem Thema hatte zur Folge, dass sich die Schüler auch wirklich in den Flüchtling, dessen Schicksal gezeigt wurde, hineinversetzen konnten und dies auch mit großem Einsatz taten. Im Anschluss an das Stück wurde, soweit dies zeitlich möglich war, der Inhalt des Stückes nochmals besprochen und die Thematik vertieft. Hierbei wurde deutlich, dass durch das Theaterstück das Thema für die Schüler leichter zugänglich wurde und sie zum Nachdenken angeregt wurden.

 

Nina Clausen

Emil-von-Behring-Gymnasiums Spardorf

Lesung und Schreibwerkstatt mit Herrn L. Seidl zu seinem neuen Roman „Fronten“

Ein Projekt im Rahmen von Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage

Am 23.03 2017 konnten wir Herrn Seidl in unseren Schulräumen begrüßen. Gespannt und neugierig erwarteten unsere Studierenden den Autor und sein neustes Werk „Fronten“.

Zunächst stellt sich Hr. Seidl unseren Studierenden vor und erzählte kurz aus seinem Lebenslauf. Anschließend begann er aus seinem neusten Werk „Fronten“ zu lesen. Hier wechselte er zwischen dem Vorlesen einzelner Romanpassagen als auch dem Erklären wichtiger Fakten zum Inhalt ab. So konnten unsere angehenden Erzieher*innen dem Plot folgen und erhielten ein tiefergehendes Verständnis für die Geschichte als auch für die einzelnen Charaktere, die Hr. Seidl in seinem Roman handeln lässt. Hr. Seidl ließ hier auch Studierende mitlesen, so dass eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der Handlung als auch den Charakteren stattfinden konnte.

Nach ca. 2 Stunden Lesung wechselte Hr. Seidl zu einer von Ihm vorbereiteten Schreibwerkstatt über, die den Studierenden eine vertiefende Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Rassismus und menschenfeindlicher Denkmuster ermöglichte. Durch die Kombination verschiedenster Methoden konnte sich Hr. Seidl mit unseren Studierenden genau diesen Fragen und Gefahren annähern und sich mit diesen auseinandersetzen. Der Autor schaffte es, dass unsere Schüler*innen sich nicht nur mit gesellschaftlich bestehenden Vorurteilen und Rassismen beschäftigten, sondern auch selbstkritisch ihre eigenen Einstellungen, Meinungen und Bilder überdenken konnten. Dies geschah wiederum immer ausgehend von den Gegebenheiten und Personen des Romans und wurde allgemein gesellschaftlich erweitert. In einer abschließenden Gesprächs- bzw. Diskussionsrunde war es beiden Seiten möglich sich nochmals über eben diese Vorurteile, Stereotypen und Rassismus und den in der Schreibwerkstatt erarbeiteten Ergebnissen auszutauschen.

Um 13.00 Uhr endete die sehr interessante und lehrreiche Lesung und Schreibwerkstatt mit dem Autor Hr. Seidl. Auf diesem Wege wollen wir Hr. Seidl nochmals unseren Dank aussprechen.

Melanie Hömerlein

-SOR-Lehrkraft-

Ausstellung „FluchtHELFER“ am Gymnasium Höchstadt

Vom 27 bis zum 29. März war die Ausstellung „FluchtHELFER“ zu Gast am Gymnasium Höchstadt, um den Schülerinnen und Schülern aus insgesamt sieben Klassen das freiwillige Engagement in der Metropolregion Nürnberg näher zu bringen. Geführt wurde die Ausstellung von der Museumspädagogin Ingrid Moor, welche zusammen mit den Schülern der Jahrgangsstufen sechs, zehn und zwölf das Thema „Flucht“ jeweils altersgemäß erarbeitete. Dabei wurde zunächst geklärt, worin der Unterschied zwischen Migration und Flucht besteht und welche Gründe Menschen heutzutage veranlassen, ihre Heimatländer zu verlassen und nach Deutschland zu kommen. Um den Schülern ein Einfühlen in die Situation während der Flucht zu ermöglichen, wurde dieses Szenario nachempfunden, indem die Schüler zum Beispiel gefragt wurden, was sie mitnehmen würden, wenn sie jetzt fliehen müssten und wie es ihnen im neuen Land wohl gehen würde. Auf diese Weise konnten viele Vorurteile der Schüler reflektiert werden, da gerade Unterstufenschüler nicht verstehen konnten, dass Flüchtlinge hier ein teureres Handy oder gute Kleidung besitzen. Frau Moor ging auch auf die rechtliche Situation der Asylbewerber ein, indem sie erklärte, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen oder was die Voraussetzungen für eine Aufenthaltsgenehmigung sind. Dabei wurde auch verdeutlicht, dass Flucht und Vertreibung historisch stets aktuelle Themen gewesen sind. Abschließend wurden die Klassen jeweils in Gruppen aufgeteilt und konnten sich anhand eines Arbeitsblattes mit einem Beispiel ehrenamtlichen Engagements in der Region Nürnberg näher beschäftigen. Die Schüler stellten die Personen ihrer Klasse näher vor, indem sie unter anderem erklärten, wer die Personen sind, inwiefern sie sich für Flüchtlinge engagieren und teilweise auch aus welchen Beweggründen. Manche unterstützen Asylbewerber zum Beispiel beim Deutschlernen oder Kinder bei den Hausaufgaben. Andere gingen mit ihrem Einsatz sogar so weit, unbegleitete Jugendliche bei sich zu Hause aufzunehmen, wovon die Schüler sichtlich überrascht waren. So wurde den Klassen verdeutlicht, wie vielfältig und wichtig das ehrenamtliche Engagement in der Region ist. Insgesamt konnten viele offene Fragen der Schüler das Thema Flucht und Asyl betreffend geklärt werden. Und was noch wichtiger ist: Vorurteile und Skepsis der Schüler Flüchtlingen gegenüber konnten thematisiert und mittels Fakten berichtigt werden.

Gymnasium Eckental

Hausaufgabenheft_Schuljahr_2016/17 – Demokratie und Vielfalt

 

Bericht

Inhalt:

Das Hausaufgabenheft (Umfang: 147 Seiten) enthält neben den üblichen Inhalten im Besonderen Schülerbeiträge, selbst verfasst sowie eigenständig recherchiert, zu Themen wie Migration, Hilfsprojekte mit Flüchtlingen, Unterstützung von Bedürftigen, DaZ und vieles mehr. Die meisten Texte bringen den Gedanken der Vielfalt und die Notwendigkeit der Toleranz für den alltäglichen Umgang zwischen Mitmenschen deutlich zum Ausdruck. Adressaten sind alle Altersstufen des Gymnasiums Eckental.

Die VerfasserInnen berichten nicht nur kritische aus der historischen Perspektive sondern ebenfalls über die aktive Arbeit am GymEck zur Stärkung der demokratischen Grundwerte. Am Gymnasium finden regelmäßig Projekte, organisiert und durchgeführt von SchülerInnen der P-Seminare, wie DaZ als zusätzliches Angebot statt (Präsentation der verschiedenen Projekte: http://operationrosa.de/Startseite.htm).

ProjektmitarbeiterInnen:

Die SchülerInnen der beiden P-Seminare „OperationRosa“ 2014/16 und 2015/17 sowie die TeilnehmerInnen der Wahlkurse „OperationRosa/SORSMC“ arbeiteten ca. 1,5 Jahre in Teams an der Fertigstellung des H-Heftes.

Kostendeckung:

Sponsorensuche + eigenständiges Erwirtschaften und Ansammeln von Einnahmen durch Verkaufsstände: ABI-Spiele, „Abend der Begegnung“ (Interviewabend in der Aula der Schule mit Flüchtlingen), „Internationaler Tag der Toleranz“, usw.

Spenden

Preis:

Sozialer Aspekt: Minimierung der Kosten für die Schülerschaft des GymEck durch umfangreiche Vorarbeiten, damit möglichst jeder Schüler ein Heft erwerben kann, ohne für den Erwerb allzu viel Geld ausgeben zu müssen.

Stolzes Ergebnis: 1,50 € pro Heft

Verkauf/Ausgabe der bestellten (Vorkasse) Hefte:

Juli und September 2016

 

Vielen Dank für dieUnterstützung durch das Jugendprojekt Demokratie und Vielfalt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Florian Schmiedel (Schüler, Q12)

Daniel Michl (Lehrer)