Berichte

Lesung und Schreibwerkstatt mit Herrn L. Seidl zu seinem neuen Roman „Fronten“

Ein Projekt im Rahmen von Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage

Am 23.03 2017 konnten wir Herrn Seidl in unseren Schulräumen begrüßen. Gespannt und neugierig erwarteten unsere Studierenden den Autor und sein neustes Werk „Fronten“.

Zunächst stellt sich Hr. Seidl unseren Studierenden vor und erzählte kurz aus seinem Lebenslauf. Anschließend begann er aus seinem neusten Werk „Fronten“ zu lesen. Hier wechselte er zwischen dem Vorlesen einzelner Romanpassagen als auch dem Erklären wichtiger Fakten zum Inhalt ab. So konnten unsere angehenden Erzieher*innen dem Plot folgen und erhielten ein tiefergehendes Verständnis für die Geschichte als auch für die einzelnen Charaktere, die Hr. Seidl in seinem Roman handeln lässt. Hr. Seidl ließ hier auch Studierende mitlesen, so dass eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der Handlung als auch den Charakteren stattfinden konnte.

Nach ca. 2 Stunden Lesung wechselte Hr. Seidl zu einer von Ihm vorbereiteten Schreibwerkstatt über, die den Studierenden eine vertiefende Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Rassismus und menschenfeindlicher Denkmuster ermöglichte. Durch die Kombination verschiedenster Methoden konnte sich Hr. Seidl mit unseren Studierenden genau diesen Fragen und Gefahren annähern und sich mit diesen auseinandersetzen. Der Autor schaffte es, dass unsere Schüler*innen sich nicht nur mit gesellschaftlich bestehenden Vorurteilen und Rassismen beschäftigten, sondern auch selbstkritisch ihre eigenen Einstellungen, Meinungen und Bilder überdenken konnten. Dies geschah wiederum immer ausgehend von den Gegebenheiten und Personen des Romans und wurde allgemein gesellschaftlich erweitert. In einer abschließenden Gesprächs- bzw. Diskussionsrunde war es beiden Seiten möglich sich nochmals über eben diese Vorurteile, Stereotypen und Rassismus und den in der Schreibwerkstatt erarbeiteten Ergebnissen auszutauschen.

Um 13.00 Uhr endete die sehr interessante und lehrreiche Lesung und Schreibwerkstatt mit dem Autor Hr. Seidl. Auf diesem Wege wollen wir Hr. Seidl nochmals unseren Dank aussprechen.

Melanie Hömerlein

-SOR-Lehrkraft-

Ausstellung „FluchtHELFER“ am Gymnasium Höchstadt

Vom 27 bis zum 29. März war die Ausstellung „FluchtHELFER“ zu Gast am Gymnasium Höchstadt, um den Schülerinnen und Schülern aus insgesamt sieben Klassen das freiwillige Engagement in der Metropolregion Nürnberg näher zu bringen. Geführt wurde die Ausstellung von der Museumspädagogin Ingrid Moor, welche zusammen mit den Schülern der Jahrgangsstufen sechs, zehn und zwölf das Thema „Flucht“ jeweils altersgemäß erarbeitete. Dabei wurde zunächst geklärt, worin der Unterschied zwischen Migration und Flucht besteht und welche Gründe Menschen heutzutage veranlassen, ihre Heimatländer zu verlassen und nach Deutschland zu kommen. Um den Schülern ein Einfühlen in die Situation während der Flucht zu ermöglichen, wurde dieses Szenario nachempfunden, indem die Schüler zum Beispiel gefragt wurden, was sie mitnehmen würden, wenn sie jetzt fliehen müssten und wie es ihnen im neuen Land wohl gehen würde. Auf diese Weise konnten viele Vorurteile der Schüler reflektiert werden, da gerade Unterstufenschüler nicht verstehen konnten, dass Flüchtlinge hier ein teureres Handy oder gute Kleidung besitzen. Frau Moor ging auch auf die rechtliche Situation der Asylbewerber ein, indem sie erklärte, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen oder was die Voraussetzungen für eine Aufenthaltsgenehmigung sind. Dabei wurde auch verdeutlicht, dass Flucht und Vertreibung historisch stets aktuelle Themen gewesen sind. Abschließend wurden die Klassen jeweils in Gruppen aufgeteilt und konnten sich anhand eines Arbeitsblattes mit einem Beispiel ehrenamtlichen Engagements in der Region Nürnberg näher beschäftigen. Die Schüler stellten die Personen ihrer Klasse näher vor, indem sie unter anderem erklärten, wer die Personen sind, inwiefern sie sich für Flüchtlinge engagieren und teilweise auch aus welchen Beweggründen. Manche unterstützen Asylbewerber zum Beispiel beim Deutschlernen oder Kinder bei den Hausaufgaben. Andere gingen mit ihrem Einsatz sogar so weit, unbegleitete Jugendliche bei sich zu Hause aufzunehmen, wovon die Schüler sichtlich überrascht waren. So wurde den Klassen verdeutlicht, wie vielfältig und wichtig das ehrenamtliche Engagement in der Region ist. Insgesamt konnten viele offene Fragen der Schüler das Thema Flucht und Asyl betreffend geklärt werden. Und was noch wichtiger ist: Vorurteile und Skepsis der Schüler Flüchtlingen gegenüber konnten thematisiert und mittels Fakten berichtigt werden.

Gymnasium Eckental

Hausaufgabenheft_Schuljahr_2016/17 – Demokratie und Vielfalt

 

Bericht

Inhalt:

Das Hausaufgabenheft (Umfang: 147 Seiten) enthält neben den üblichen Inhalten im Besonderen Schülerbeiträge, selbst verfasst sowie eigenständig recherchiert, zu Themen wie Migration, Hilfsprojekte mit Flüchtlingen, Unterstützung von Bedürftigen, DaZ und vieles mehr. Die meisten Texte bringen den Gedanken der Vielfalt und die Notwendigkeit der Toleranz für den alltäglichen Umgang zwischen Mitmenschen deutlich zum Ausdruck. Adressaten sind alle Altersstufen des Gymnasiums Eckental.

Die VerfasserInnen berichten nicht nur kritische aus der historischen Perspektive sondern ebenfalls über die aktive Arbeit am GymEck zur Stärkung der demokratischen Grundwerte. Am Gymnasium finden regelmäßig Projekte, organisiert und durchgeführt von SchülerInnen der P-Seminare, wie DaZ als zusätzliches Angebot statt (Präsentation der verschiedenen Projekte: http://operationrosa.de/Startseite.htm).

ProjektmitarbeiterInnen:

Die SchülerInnen der beiden P-Seminare „OperationRosa“ 2014/16 und 2015/17 sowie die TeilnehmerInnen der Wahlkurse „OperationRosa/SORSMC“ arbeiteten ca. 1,5 Jahre in Teams an der Fertigstellung des H-Heftes.

Kostendeckung:

Sponsorensuche + eigenständiges Erwirtschaften und Ansammeln von Einnahmen durch Verkaufsstände: ABI-Spiele, „Abend der Begegnung“ (Interviewabend in der Aula der Schule mit Flüchtlingen), „Internationaler Tag der Toleranz“, usw.

Spenden

Preis:

Sozialer Aspekt: Minimierung der Kosten für die Schülerschaft des GymEck durch umfangreiche Vorarbeiten, damit möglichst jeder Schüler ein Heft erwerben kann, ohne für den Erwerb allzu viel Geld ausgeben zu müssen.

Stolzes Ergebnis: 1,50 € pro Heft

Verkauf/Ausgabe der bestellten (Vorkasse) Hefte:

Juli und September 2016

 

Vielen Dank für dieUnterstützung durch das Jugendprojekt Demokratie und Vielfalt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Florian Schmiedel (Schüler, Q12)

Daniel Michl (Lehrer)

Projektaktion der Mittelschule Herzogenaurach: Gemeinsam klettert man höher und weiter

Die Regelklassen 6b, 5b und die Übergangsklasse 6c der Mittelschule Herzogenaurach haben eine Kennenlernpartnerschaft. Die Schüler treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen frühstücken, spielen und Deutsch lernen.

Am 7. Juli fand der Höhepunkt dieser Klassenpartnerschaft statt, denn die drei Klassen waren zusammen im Kletterwald Weiherhof bei Zirndorf.

Am Morgen ging es mit einem Doppeldeckerbus nach Weiherhof, was für viele Schüler schon allein ein Erlebnis war. Dort angekommen erhielten alle Schüler ihre Kletterausrüstung und eine theoretische und praktische Einweisung für den Kletterpark. Mutige Schüler wagten sich gleich an höhere und schwerere Parcours, ängstliche und skeptische Schüler tasteten sich zunächst auf niedrigeren und weniger wackeligen Anlagen an die ungewohnte Höhe heran. Schon bald war es nötig sich gegenseitig weiterzuhelfen, wenn man „in den Seilen hing“. Waghalsigere Schüler ermutigten ihre Freunde sich mehr zu trauen und zum Beispiel den großen Sprung auszuprobieren. Bei dieser Mutprobe musste man ein Seil greifen, von einer Plattform springen und wurde dann von einem „Spinnennetz“ aufgefangen. Nach fünf Stunden klettern, endete der Besuch mit der Busfahrt zurück zur Schule.

Alle waren körperlich k.o., aber froh über die eigene Courage. Die Schüler lernten sich besser kennen, sich zu Vertrauen, auf Deutsch zu kommunizieren und zu kooperieren.

 

Es war ein wirklich gelungener Ausflug. Vielen Dank für Beratung und die Hilfe für unsere Aktion im Rahmen des Jugendprojektes DEMOKRATIE UND VIELFALT.

Allianz gegen Rechtsextremismus mit Bayerischem Bürgerpreis 2016 ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 zeichnet der Bayerische Landtag mit seinem Bürgerpreis jährlich vorbildliches bürgerschaftliches Engagement in Bayern aus. Unter dem Leitthema „70 Jahre in guter Verfassung. Wir leben und gestalten Demokratie“ hat die Jury das Engagement gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion nun besonders geehrt. Die „Allianz gegen Rechtsextremismus“ erhält den 1. Preis und ihre Mitgliedsinitiative „Wunsiedel ist bunt“ wird mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Die Jury lobte die „Allianz gegen Rechtsextremismus“ als eine bundesweit einzigartige Netzwerkorganisation. 2009 vom Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg und der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken gegründet vereint die „Allianz gegen Rechtsextremismus“ zivilgesellschaftliche Organisationen und Gebiets-körperschaften in der Arbeit gegen Rechtsextremismus und für die im Grundgesetz verankerten gesellschaftlichen Werte.
Landtagspräsidentin Barbara Stamm sieht die Vergabe in dem diesjährigen Motto die Chance zur Besinnung auf die wesentlichen Werte unserer Gesellschaft, die in Bayerns Verfassung festgeschrieben sind.
„Demokratie muss gelebt und muss verteidigt werden. Und dafür setzen wir uns mit aller Kraft ein“ so Stefan Doll, Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus. Er ist sich einig mit den stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Stefan Ark Nitsche, Dr. Elisabeth Preuß, Nanne Wienands und Suzi Streckel: „Super Entscheidung. Die Auszeichnung freut und ehrt uns und soll, mit Unterstützung des Preisgeldes, ein Ansporn sein nicht nachzulassen.
Allianz gegen Rechtsextremismus
Geschäftsstelle
Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg
Hans-Sachs-Platz 2
90403 Nürnberg
Fon: +49 (0)911 / 231 50 30
Fax: +49-(0)911 / 231 30 40
kontakt@allianz-gegen-rechtsextremismus.de
www.allianz-gegen-rechtsextremismus.de

Denn wir dürfen unsere demokratischen Grundprinzipien und moralischen Werte nicht von Gruppen ausgehebelt werden, die diese abschaffen würden, wären sie dazu fähig.“
Die Allianz und ihre Mitglieder haben ein hohes politisches Verantwortungs-bewusstsein, das sich in den zahlreichen Aktivitäten und Präventionsangeboten widerspiegelt, um den Einfluss rassistischer und demokratiefeindlicher Agitation entgegenzuwirken.
So auch die Bürgerinitiative „Wunsiedel ist bunt“, die Mitglied der Allianz ist. Seit den ersten Aufmärschen und Heldengedenken in der oberfränkischen Stadt stellt sich die Initiative wehrhaft gegen rechtsextreme Gruppen. „Wunsiedel ist bunt“ wurde mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.
Nürnberg, 7.7.2016 / Gr.